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GewerbeWerkstatt

Allgemeine Geschäftsbedingungen

für die Plattform „GewerbeWerkstatt“ · Stand: Oktober 2026

  1. Geltungsbereich
  2. Vertragsgegenstand
  3. Vertragsschluss
  4. Leistungen und Verfügbarkeit
  5. Preise und Zahlung
  6. Laufzeit und Kündigung
  7. Pflichten des Kunden
  8. Nutzungsrechte und Urheberrecht
  9. Haftung
  10. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
  11. Änderungen
  12. Schlussbestimmungen

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen Yvonne Hofmann – GewerbeWerkstatt, Schotterwaldweg 2/1, 88048 Friedrichshafen (nachfolgend „Anbieter“) und ihren Kunden über die Nutzung der Plattform „GewerbeWerkstatt“ und damit verbundene Leistungen.

(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen, nicht an Verbraucher. Mit der Bestellung bestätigt der Kunde, in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln.

(3) Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Der Anbieter richtet für den Kunden einen individuellen Online-Auftritt auf Basis der Plattform „GewerbeWerkstatt“ ein (z. B. Website, Speisekarte bzw. Angebot, Reservierung, Vorbestellung zur Abholung, Bewertungen, Stellenanzeigen und Bewerbungen, Team-Bereich, Mehrsprachigkeit) und stellt ihn für die Dauer des Vertrags zur Nutzung bereit (Software-as-a-Service). Der genaue Umfang ergibt sich aus dem gewählten Paket (Basis, Standard, Premium) und gebuchten Zusatzleistungen.

(2) Es handelt sich um einen Vertrag über die zeitlich begrenzte Nutzung. Ein Kauf, eine Übertragung von Eigentum oder von Rechten an Software, Quellcode, Vorlagen oder Design findet nicht statt (§ 8).

(3) Zusatzleistungen wie die Neugestaltung von Karten oder Preislisten, Übersetzungen oder Stellenanzeigen werden nach gesonderter Vereinbarung bzw. nach den bei Beauftragung genannten Preisen erbracht.

§ 3 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung der Pakete auf der Website ist kein bindendes Angebot. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Anfrage bzw. Bestellung des Kunden annimmt – durch Bestätigung per E-Mail, durch Zusendung der Einrichtungsrechnung oder durch Freischaltung des Auftritts. Bei Bestellung über einen Karten-Zahlungslink kommt der Vertrag mit Abschluss der Zahlung zustande.

(2) Mit der Bestellung akzeptiert der Kunde diese AGB einschließlich des Vertrags zur Auftragsverarbeitung.

§ 4 Leistungen und Verfügbarkeit

(1) Der Anbieter richtet den Auftritt mit den vom Kunden bereitgestellten Inhalten (Logo, Fotos, Texte, Karten, Öffnungszeiten) ein. Die Einrichtung erfolgt in der Regel innerhalb von etwa zwei Wochen nach Erhalt aller Inhalte.

(2) Der Anbieter stellt Betrieb, Hosting, Sicherheitsupdates und technische Pflege während der Vertragslaufzeit sicher. Er strebt eine Verfügbarkeit von 98 % im Jahresmittel an. Ausgenommen sind geplante Wartungen, Störungen beim Hosting- oder E-Mail-Anbieter, höhere Gewalt sowie Ursachen, die der Anbieter nicht zu vertreten hat.

(3) E-Mails (z. B. Reservierungsbestätigungen) werden nach bestem Stand der Technik versendet. Der Anbieter hat keinen Einfluss darauf, ob Empfänger-Postfächer Nachrichten annehmen oder als Spam einordnen. Alle Reservierungen, Bestellungen und Anfragen stehen dem Kunden zusätzlich im Team-Bereich zur Verfügung.

(4) Der Anbieter darf die Plattform weiterentwickeln, solange die vereinbarten Kernfunktionen erhalten bleiben. Leistungen vor Ort sind nicht geschuldet, sofern nicht ausdrücklich vereinbart.

§ 5 Preise und Zahlung

(1) Es gelten die bei Vertragsschluss vereinbarten Preise: eine einmalige Einrichtungsgebühr sowie eine monatliche Nutzungsgebühr je nach Paket. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Die erste Rechnung umfasst die Einrichtungsgebühr und die Nutzungsgebühr für den ersten Monat. Danach wird die Nutzungsgebühr monatlich im Voraus zum Monatsbeginn in Rechnung gestellt. Rechnungen werden elektronisch als PDF per E-Mail versandt; der Kunde ist damit einverstanden.

(3) Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug zur Zahlung fällig – per Überweisung (gern als Dauerauftrag) oder, falls vereinbart, per Karte über den Zahlungsdienstleister Stripe.

(4) Stellenanzeigen werden je Anzeige für eine Laufzeit von 30 Tagen berechnet; die Rechnung wird beim Schalten der Anzeige automatisch erstellt und versandt.

(5) Gerät der Kunde mit einer Zahlung mehr als 14 Tage nach Mahnung in Verzug, darf der Anbieter den Auftritt bis zum Ausgleich vorübergehend sperren. Die Pflicht zur Zahlung der monatlichen Gebühr bleibt davon unberührt.

(6) Der Anbieter kann die Preise mit einer Ankündigungsfrist von mindestens drei Monaten zum Monatsende anpassen. Der Kunde kann in diesem Fall zum Zeitpunkt des Inkrafttretens außerordentlich kündigen.

§ 6 Laufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende gekündigt werden. Die Kündigung bedarf der Textform (z. B. E-Mail).

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt, insbesondere bei einem Zahlungsverzug von mehr als zwei Monatsgebühren.

(3) Mit Vertragsende wird der Auftritt abgeschaltet. Auf Wunsch erhält der Kunde vorher seine eigenen Inhalte (Texte, Bilder, Karten) sowie eine Übersicht seiner Reservierungs- und Bewerbungsdaten. Die Einrichtungsgebühr wird nicht anteilig erstattet.

§ 7 Pflichten des Kunden

§ 8 Nutzungsrechte und Urheberrecht

(1) Software, Quellcode, Vorlagen, Programmlogik, Datenbankstruktur und Gestaltung der Plattform sind urheberrechtlich geschützte Werke des Anbieters. Sämtliche Rechte verbleiben uneingeschränkt beim Anbieter, auch nach Zahlung der Gebühren.

(2) Der Kunde erhält für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht, seinen Auftritt bestimmungsgemäß zu nutzen.

(3) Untersagt ist insbesondere, die Plattform, einzelne Seiten, Vorlagen oder den Quellcode zu kopieren, nachzubauen, zu bearbeiten, an Dritte weiterzugeben oder selbst bzw. durch Dritte nachzuahmen. Bei schuldhaften Verstößen ist der Anbieter zur fristlosen Kündigung berechtigt; weitergehende Ansprüche (Unterlassung, Schadensersatz nach §§ 97 ff. UrhG) bleiben vorbehalten.

(4) Die Rechte an den vom Kunden gelieferten Inhalten verbleiben beim Kunden. Er räumt dem Anbieter das für die Vertragsdurchführung nötige Recht ein, diese Inhalte zu speichern, anzupassen (z. B. Bildgröße, Übersetzung) und öffentlich zugänglich zu machen. Der Anbieter darf den Auftritt des Kunden als Referenz nennen und zeigen, sofern der Kunde nicht widerspricht.

§ 9 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) und begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, höchstens jedoch auf die Summe der in den letzten zwölf Monaten gezahlten Nutzungsgebühren.

(3) Eine verschuldensunabhängige Haftung für bereits bei Vertragsschluss vorhandene Mängel (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB) ist ausgeschlossen. Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in Höhe des Aufwands, der bei regelmäßiger Datensicherung zur Wiederherstellung nötig gewesen wäre.

§ 10 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Soweit der Anbieter personenbezogene Daten von Gästen, Kunden, Bewerbern oder Mitarbeitern des Kunden verarbeitet, handelt er als Auftragsverarbeiter. Hierfür gilt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung, der Bestandteil dieser AGB ist. Für die Verarbeitung von Daten der Besucher der Website des Anbieters gilt dessen Datenschutzerklärung.

§ 11 Änderungen der AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies den Kunden nicht unangemessen benachteiligt. Änderungen werden mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Folge wird in der Mitteilung hingewiesen.

§ 12 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten der Sitz des Anbieters (Friedrichshafen).

(3) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.